Magazin: Nachrichten

Pianist Alfred Brendel erhält Franz-Schubert-Preis

Schubert Gesellschaft Barcelona zeichnet auch Bariton Samuel Hasselhorn aus

Die Franz Schubert Gesellschaft Barcelona hat die Gewinner der ersten Ausgabe des Franz Schubert Preises bekannt gegeben. Mit der Auszeichnung sollen die Wertschätzung des Komponisten sowie die Erforschung seines Werks gefördert werden. Mit Alfred Brendel wird eine Persönlichkeit der Musikwelt für ihren Beitrag zur Verbreitung und Rezeption von Franz Schuberts Werken im Laufe einer langen Karriere geehrt. Sein Einfluss auf die Interpreten nachfolgender Generationen, auf Konzertveranstalter und auf die Fachpresse war entscheidend für die gebührende Anerkennung von Schuberts Klavierwerken. Darüber hinaus wird der Bariton Samuel Hasselhorn als junges Talent ausgezeichnet, das im Rahmen der von der Franz Schubert Gesellschaft in Barcelona veranstalteten Schubertíada de Vilabertrán die Möglichkeit erhält, sich in einer Reihe von Konzerten dem Publikum zu präsentieren. In diesem Jahr bestand die internationale Jury aus Jonathan Brown (Barcelona), Mitglied des Cuarteto Casals, Dr. Johannes Bultmann (SWR), Journalist und Autor Antoni Colomer (Barcelona), dem Direktor der Franz Schubert Gesellschaft Barcelona Victor Medem (Barcelona) sowie Elisabeth Reischl (Wiener Konzerthaus).

"Brendel unterstützte vor allem die Rezeption der Schubert-Sonaten durch seine Einspielungen des „späten“ Werks des Komponisten (geschrieben zwischen 1822 und 1828), sowie durch die Aufnahme dieser Stücke in die Programme seiner Konzerte an den weltweit führenden Veranstaltungsorten. Darüber hinaus ist Alfred Brendel ein herausragender Pianist, der gemeinsam mit Sängern wie Dietrich Fischer Dieskau und Matthias Goerne Interpretationen der großen Zyklen „Die schöne Müllerin“, „Winterreise“ und „Schwanengesang“ erarbeitet hat. Die Figur und das Werk Franz Schuberts erscheinen ebenfalls in seinen Aufsätzen, die in mehr als 10 verschiedenen Sprachen veröffentlicht wurden. Seit seinem Abschied von der Konzertbühne im Jahr 2008 arbeitet er mit jungen Streichquartetten an Schuberts Quartettstücken. Brendel fügte der Interpretation von Schuberts Klavierrepertoire eine neue Dimension hinzu und baute auf einer klassischen Tradition auf, um beispielhaft die Bedeutung des Wiener Komponisten für den Übergang zur musikalischen Romantik hervorzuheben.", so die Begründung der Jury.

Samuel Hasselhorn lobte die Jury als einen der Sänger mit dem größten Zukunftspotenzial im Kunstliedrepertoire. "Sein Engagement für das Lied-Genre hat seine Karriere von Anfang an geprägt, als er die ersten Preise einiger der wichtigsten internationalen Wettbewerbe erhielt. [...] Er hat eine herausragende Präsenz im Bereich der Liederabende erreicht, ist an renommierten internationalen Veranstaltungsorten aufgetreten und hat mit namhaften Pianisten wie Helmut Deutsch und Malcolm Martineau zusammengearbeitet, die ihm weitere wertvolle Impulse gegeben haben. In Bezug auf das Schubertsche Repertoire kombiniert Hasselhorn seinen tadellosen Gesangsstil und seine Gesangstechnik mit einer geschickt dosierten Ausdruckskraft und vermittelt gleichzeitig dank seiner makellosen Ausdrucksweise mit ausgewogener Aufrichtigkeit die dem Schubertschen Lied zugrunde liegende Poesie. Darüber hinaus beweist er in seinen Aufnahmeprojekten einen hohen künstlerischen Anspruch."


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