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Rom: Circus Maximus wird zur Opernbühne

Erste Kulturveranstaltungen nach Corona-Lockdown

In Rom finden nach dem Corona-Lockdown die ersten kulturellen Veranstaltungen im antiken Circus Maximus statt. Dieser wurde bereits in der Vergangenheit für Großveranstaltungen genutzt, für die Oper Rom ist es jedoch der erste Auftritt im Circus Maximus. Aufgrund der Ausmaße der antiken Kulisse sind eine 1.500 Quadratmeter große Bühne sowie über tausend Zuschauer pro Vorstellung möglich. Nach mehreren Monaten ohne Kultur steht zunächst Verdis "Rigoletto" auf dem Spielplan, danach Rossinis "Der Barbier von Sevilla" und Lehars "Lustige Witwe". Dafür sind unter anderem auch die Sänger Anna Netrebko und Yusif Eyvazov vorgesehen. Es soll auch eine Opernvorstellung nur für medizinisches Personal geben, das dem besonders betroffenen Land durch die Corona-Krise half.

Der Circus Maximus war der mit 600 Metern Länge und bis zu 250.000 Plätzen der größte Circus im antiken Rom. Nachdem die Fläche bereits im 6. Jahrhundert vor Christus für Wettkämpfe genutzt wurde, entstanden unter Gaius Iulius Caesar um 46 v. Chr. steinerne Tribünen. Augustus erweiterte den Circus ab 31 v. Chr., weitere Umbauten folgten bis ins 4. Jahrhundert nach Christus. Meist wurden in der Arena Wagenrennen durchgeführt, außerdem Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen. Das Gebäude zerfiel ab dem 6. Jahrhundert, später entstanden um die Ruine landwirtschaftliche Nutzflächen und eine Kirche, jedoch erkennt man noch heute die ursprüngliche Form des Circus Maximus.


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