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Lucerne Festival sagt Sommer-Festival 2020 ab

Intendant verweist auf digitale Formate

Zum zweiten Mal in der Geschichte des Festivals kommt es zu einer Absage: Das Lucerne Festival wird in diesem Sommer zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Der Schweizer Bundesrat hält die Durchführung zwischen Mitte August und Mitte September aufgrund der notwendigen Hygienebestimmungen nicht für möglich. Eine Verschiebung der Veranstaltungen sei organisatorisch nicht möglich.

Intendant Michael Haeflinger verwies auf das digitale Angebot des Festivals und bezeichnete die Absage als "äußerst schmerzlich". Das Festival werde seine Zuschauer über weitere Überlegungen auf dem Laufenden halten. Die Eintrittskarten sollen den Besuchern erstattet werden oder können alternativ gespendet werden.

Die erste Ausgabe des Lucerne Festivals, die damals zehn Konzerte umfasste, fand im August 1938 unter der Leitung von Arturo Toscanini im Park vor Richard Wagners Villa in Tribschen mit einem speziell zusammengestellten Orchester statt. Das Festival ist seitdem stetig gewachsen: Seit 1988 fanden eine weitere Ausgabe zu Ostern und seit 1998 das Lucerne Festival "Am Piano" im Spätherbst statt. Ab kommendem Jahr soll ein neues Konzept ausprobiert werden. Ein neuer Konzertsaal, den der französische Stararchitekt Jean Nouvel entworfen hat, steht dem Lucerne Festival seit 1998 zur Verfügung. 2003 wurde das Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado gegründet. Außerdem gibt es seit 2004 mit der Lucerne Festival Academy unter Leitung von Pierre Boulez ein eigenes Ausbildungsinstitut, das junge, hochbegabte Musiker in die Kunst der Interpretation moderner Musik einführt.


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