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Lucerne Festival: Ergebnis zu Mobbinguntersuchungen liegt vor

Vorwürfe werden durch Gutachten entkräftet

In Lucerne hat eine Untersuchung die Mobbingvorwürfe gegen Intendant Michael Haefliger entkräftet. Die Untersuchung war eingeleitet worden, nachdem ein Mitarbeiter der Lucerne Festival Academy sich beim Stiftungsrat gemeldet hatte und sich beschwerte, dass seine Mittel und Kompetenzen in unangemessener Weise beschränkt würden. Die vom Stiftungsrat daraufhin in Auftrag gegebene Ermittlung kam jetzt zu dem Ergebnis, dass keine Anhaltspunkte für Mobbing bestünden. Die Anwältin, die die Untersuchung leitete, wies jedoch darauf hin, dass es sich lediglich um eine Expertise handle. Den Begriff "Mobbing" habe der Mitarbeiter nicht benutzt, dieser war dem Konflikt von Schweizer Medien auferlegt worden.

Michael Haefliger wurde am 2. Mai 1961 in Berlin geboren. Zwischen 1978 und 1983 studierte er Violine an der Juilliard School of Music in New York, unterrichtet wurde er von Ivan Galamian und Dorothy Delay. Danach hängt er ein Studium an der Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften der Universität St. Gallen an, unterstützt durch ein Stipendium für die Harvard University. Nach dem Studium war Haefliger als Musiker unterwegs und begründete 1986 das Young Artists in Concert Festival in Davos mit. Dieses leitete er außerdem bis 1998 in der Intendantenrolle. 1996 wurde ihm die Stelle als Künstlerischer Leiter des Collegium Novum Zürich angeboten, die er für zwei Jahre übernahm. 1999 übernahm er die Intendanz des Lucerne Festival und war danach an den Gründungen des Lucerne Festival Orchestra und der Lucerne Festival Academy beteiligt. Er ist zusätzlich Mitglied im Stiftungsrat der Salle Modulable. Seine Arbeit wurde im Jahr 2000 mit dem Global Leader of Tomorrow Preis des World Economic Forum ausgzeichnet, 2003 erhielt er den europäischen Kultur-Innovationspreis, 2007 den Tourismus Award des Tourismus Forums Luzern. Außerdem ist er Träger des Innerschweizer Kulturpreises und der Ehrennadel der Stadt Luzern.

Das Lucerne Festival findet jährlich im schweizerischen Luzern statt. Die erste Ausgabe, die damals zehn Konzerte umfasste, fand im August 1938 unter der Leitung von Arturo Toscanini im Park vor Richard Wagners Villa in Tribschen mit einem speziell zusammengestellten Orchester statt. Das Festival ist seitdem stetig gewachsen: Seit 1988 fanden eine weitere Ausgabe zu Ostern und seit 1998 das Lucerne Festival "Am Piano" im Spätherbst statt. Ein neuer Konzertsaal, den der französische Stararchitekt Jean Nouvel entworfen hat, steht dem Lucerne Festival seit 1998 zur Verfügung. 2003 wurde das Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado gegründet. Außerdem gibt es seit 2004 mit der Lucerne Festival Academy unter Leitung von Pierre Boulez ein eigenes Ausbildungsinstitut, das junge, hochbegabte Musiker in die Kunst der Interpretation moderner Musik einführt.


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