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Pianist Paul Badura-Skoda ist tot

Österreichischer Klavierlegende stirbt im Alter von 91 Jahren in Wien

Der österreichische Pianist Paul Badura-Skoda ist nach langer schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren in Wien verstorben. Das teilte seine Plattenfirma mit. Bis ins hohe Alter war Badura-Skoda auf den Konzertbühnen der Welt im Einsatz und unterrichtete den Klaviernachwuchs. In den letzten Jahren trat er nur noch selten auf, mit 90 gab er allerdings noch einen Beethoven-Abend im Wiener Musikverein mit dessen letzten drei Sonaten.

Paul Badura-Skoda wurde 1927 in Wien geboren. Den Startschuss für seine internationale Pianistenkarriere gab der Gewinn des österreichischen Musikwettbewerbs im Jahr 1947. In der Folge trat der von Edwin Fischer ausgebildete Solist mit Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler oder Herbert von Karajan auf. Neben seinem künstlerischen Wirken trat Badura-Skoda sowohl in der Ausbildung junger Musiker hervor als auch forschend im Bereich der Musikgeschichte und Aufführungspraxis. Er hat zahlreiche Einspielungen realisiert, insbesondere seines Kernrepertoires Mozart, Beethoven und Schubert. Sein Wirken wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, so ist er etwa Träger des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst, Ritter der Ehrenlegion, Commandeur des Ordre des Arts et des Lettres, Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien sowie des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.


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