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Eugen Jochum Preis für Dirigent Joseph Bastian

Musiker ist für Jochums Rundfunkorchester tätig

Der französische Dirigent Joseph Bastian hat den Eugen Jochum Preis der gleichnamigen Stiftung erhalten. Gewürdigt wird die künstlerische Laufbahn des Musikers: Bastian spielte zunächst in dem von Jochum gegründeten Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Nun steht er am Dirigentenpult. Die Eugen Jochum Stiftung verwies außerdem auf das Interesse für historische Aufführungspraxen des Franzosen. Die Auszeichnung wurde ihm im Rahmen eines Konzerts des Rundfunkorchesters im Max-Joseph-Saal in München durch Veronika Jochum von Moltke verliehen. 

Joseph Bastian wurde 1981 geboren. Seine Laufbahn begann als Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, in dem er Posaune spielte. Zwischen 2011 und 2018 war er als musikalischer Leiter des Abaco-Orchesters der Universität München tätig. Sein Debüt am Pult des Bayerischen Rundfunkorchesters gab er 2016, als er spontan einsprang. Ende 2018 setzte er seine Karriere dort fort, 2019 tourte er mit dem Bayerischen Landesjugendorchester und übernahm Gastdirigate beim SWR Symphonieorchester und bei den Bamberger Symphonikern. Bastian dirigierte unter anderem bereits Orchester aus Japan, Basel, Bochum, Düsseldorf, Luxemburg, Bremen und Bern. 2016 wurde er mit dem Neeme Järvi Preis des Gstaad Menuhin Festivals bedacht. Neben seiner Arbeit als Dirigent ist Bastian noch als Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters aktiv. Er interessiert sich ebenfalls für die historische Aufführungspraxis von Werken und spielt Barockposaune im Baseler Ensemble Les Corenets Noirs.

Die Eugen-Jochum-Stiftung wurde 2011 von dessen Töchtern Veronica und Romana gegründet und widmet sich dem Nachlass des Orchesterleiters und Dirigenten Eugen Jochum (1902-1987). Der von Jochums Töchtern seit 2012 unregelmäßig verliehene Preis soll junge Dirigenten in ihrer Entwicklung fördern. Geehrt werden Musiker, deren Arbeit im weitesten Sinne mit der Jochums in Verbindung steht. Die Auszeichnung wurde in vergangenen Jahren an Christoph Altstaedt (2012), Peter Dijkstra (2014), Andreas Pascal Heinzmann (2015) und Thomas Jung (2017) verliehen.


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