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Prinzessin-von-Asturien-Preis für Regisseur Peter Brook

Ehrung ist mit 50.000 Euro dotiert

Der britische Theater-, Opern- und Filmregisseur Peter Brook erhält den Prinzessin-von-Asturien-Preis 2019. Dieser Preis ist eine der bedeutendsten kulturellen Ehrungen Spaniens. Gewürdigt wird Brook als bester Theaterregisseur des 20. Jahrhunderts, so die Jury. Hervorgehoben wurde seine Offenheit für neue Horizonte sowie seine Rolle als Reformator der szenischen Künste. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird von König Felipe VI. im Herbst verliehen. Die Sieger der anderen Kategorien stehen noch nicht fest.

Peter Brook wurde am 21. März 1925 in London geboren. Er war bereits als Schüler am Theater interessiert und erhielt 1945 in Birminham, London und Stratford-upon-Avon erste Engagements als Regisseur. Nachdem er erst hauptsächlich Shakespeare-Stücke inszenierte, folgten in den 1960er Jahren auch Stücke von Sartre oder Dürrenmatt. 1968 veröffentlichte er sein Kompendium aus Vorträgen über modernes Theater, "Der leere Raum", welches großen Einfluss auf zeitgenössische Regisseure hatte. 1970 gründete er in Paris das Centre International de Recherche Théâtrale. Neben europäischen Theatern setzte sich Brook mit anderen Kulturkreisen auseinander, darunter vor allem mit dem indischen. Neben seiner Arbeit am Theater führte er auch bei mehreren Filmproduktionen Regie.

Der Prinzessin-von-Asturien-Preis wird seit 1981 jährlich von der gleichnamigen Stiftung in acht Kategorien vergeben (Kunst, Geisteswissenschaften und Literatur, Sozialwissenschaften, Kommunikation und Humanwissenschaften, Eintracht, Internationale Zusammenarbeit, Wissenschaftliche und technische Forschung sowie Sport). Jede Kategorie ist mit 50.000 Euro dotiert. Seit der Krönung des spanischen Königs Felipe VI. im Jahr 2014 wird der Preis, der nach dem Thronfolger benannt ist, als Prinzessin-von-Asturien-Preis verliehen. Zu den Preisträgern im Bereich Kunst zählen unter anderem Oscar Niemeyer (1989), Joaquín Rodrigo (1996), Krzysztof Penderecki (2001), Woody Allen (2002), Paco de Lucía (2004) sowie das Orchester El Sistema (2008).


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