Magazin: Nachrichten

Maximiliansorden für Komponist Jörg Widmann und Tenor Jonas Kaufmann

Bayern ehrt Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeichnet in der kommenden Woche in der Münchner Residenz Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst mit dem Maximiliansorden aus. Damit werden Personen, "denen wir wissenschaftlichen Fortschritt und künstlerische Höchstleistungen verdanken" ausgezeichnet, so Söder. Im Bereich Kunst werden unter anderem der Komponist Jörg Widmann und der Opernsänger Jonas Kaufmann ausgezeichnet.

Jörg Widmann wurde 1973 in München geboren. Im Alter von acht Jahren erhielt er ersten Kompositionsunterricht bei Kay Westermann. Später studierte er Klarinette an der Hochschule für Musik in München sowie anschließend an der New Yorker Juilliard School of Music. Im Jahr 1997 erhielt Widmann sein Meisterklassendiplom und setzte im Anschluss seine Studien an der Musikhochschule in Karlsruhe fort. Seit dem Jahr 2001 ist der Komponist und Klarinettist Professor für Klarinette an der Hochschule für Musik Freiburg. 2009 nahm Widmann darüber hinaus eine halbe Professur für Komposition am Institut für Neue Musik der Musikhochschule Freiburg an. Als Klarinettist ist Jörg Widmann immer wieder im In- und Ausland unterwegs, so war er beispielsweise bei den Bamberger Symphonikern, bei den Festivals in Luzern und Grafenegg, beim Tonhalle-Orchester Zürich, in der Carnegie Hall New York und in Wien als Residenzkünstler tätig. Seine Kompositionen wurden bereits von Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Christian Thielemann, Mariss Jansons, Andris Nelsons und Simon Rattle aufgeführt. 2018 war er als erster Komponist des Gewandhaus-Orchesters Leipzig zusätzlich zu seiner Arbeit an einer Uraufführung in einem Porträtkonzert, als Solist und in verschiedenen Kammerorchestern zu erleben.

Jonas Kaufmann wurde am 10. Juli 1969 in München geboren. An der Musikhochschule in München absolvierte er bis 1994 ein Gesangsstudium. Seine ersten Bühnenjahre am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken waren der Anfang zu einer langen Phase als freischaffender Künstler, u.a. in Stuttgart, Hamburg, Frankfurt und Mailand. 2001 begann sein Engagement an der Oper in Zürich, worauf internationale Auftritte in New York, Brüssel, London, Salzburg und Chicago folgten. In der Rolle des Lohengrin debütierte er 2010 bei den Bayreuther Festspielen, wo er seitdem regelmäßig auftritt. Zu seinen Auszeichnungen zählen neben einer Vielzahl von Preisen für seine zahlreichen Einspielungen die "Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa" 2012 und der Titel des Bayerischen Kammersängers 2013. Er ist Gewinner des International Opera Award 2015, sowie achtmaliger Echo Klassik-Preisträger. 2016 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst wurde 1853 durch König Maximilian II. von Bayern gestiftet. Zwischen 1932 und 1979 wurde die Auszeichnung unterbrochen, seit 1980 wird der Orden durch den damaligen Kultusminister Hans Maier (CSU) wieder alle zwei Jahre verliehen. Er stellt eine besonders hohe staatliche Ehrung für herausragende Leistungen in den Bereichen Wissenschaft und Kunst dar. Vergangene Presiträger des Ordens im Bereich Kunst sind u.a. der Dirigent und Musikwissenschaftler Peter Gülke (2016), Komponist Wolfgang Rihm (2016) und Bariton Christian Gerhaher (2014).


Weitere Klavier-Meldungen:

Video der Woche:

Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

Unser Service:

 Schriftgröße   + / - 

Drucker Seite drucken

RSS RSS


Anzeige

NOTE 1 - Mitteilungen (7/2019) herunterladen (2731 KByte)

Class aktuell (2/2019) herunterladen (4851 KByte)