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New York: Partiturvorlage von Glenn Gould versteigert

Produktionsanweisungen für 100.000 US-Dollar verkauft

Das Auktionshaus Bonhams hat in der vergangenen Woche eine Partiturvorlage Glenn Goulds versteigert. Die Vorlage für die Aufnahme der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach wurde für 100.000 US-Dollar verkauft. Der anonyme Käufer stimmte zu, dem Glenn Gould Archive in Kanada einen hochauflösenden Scan der Vorlage zu überlassen. Sie ist mit Anmerkungen des kanadischen Pianisten für die Postproduktion der Einspielung des Werkes versehen. Dabei geht es um den endgültigen Schnitt der zweiten Aufnahme im Jahr 1981, welche kurz vor Goulds Tod erschien. Die Handschrift ist über den Notentext gelegt und spiegelt den Wert wider, den Gould schon so früh auf eine perfekte Aufnahme legte, dass die Aufnahmetechnik ebenso eine Kategorie des künstlerischen Ausdrucks wurde wie die Einspielung selbst. Dadurch entstanden in wochenlanger Kleinarbeit die heute berühmten fortschrittlichen Aufnahmen, die sogar von der NASA in den Weltraum geschickt wurden.

Glenn Gould wurde am 25. September 1932 in Toronto geboren. Er lernte bereits ab seinem dritten Lebensjahr das Klavierspiel von seiner Mutter. Ab seinem zehnten Lebensjahr besuchte er das Royal Conservatory of Music in Toronto, wo er bei Alberto Guerrero Klavier und bei Frederick Silvester Orgel studierte. Den internationalen Karrieredurchbruch schaffte Gould 1955 mit seinem Debüt in New York. Ab 1964 bis zu seinem Tod jedoch gab Gould kein einziges öffentliches Konzert mehr, er konzentrierte sich stattdessen auf die Arbeit im Tonstudio und mit elektronischen Medien. Gould starb 1982 wenige Tage nach seinem 50. Geburtstag an den Folgen eines Schlaganfalls.


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