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Anton Yashkin gewinnt Franz Liszt-Klavierwettbewerb

Erster Preis ist mit 12.000 Euro dotiert

Der Russe Anton Yashkin hat den 9. Internationalen Franz Liszt-Klavierwettbewerb Weimar-Bayreuth gewonnen. Der Preis, den sich der 20-jährige erspielte, ist mit 12.000 Euro dotiert. Den mit 8.000 Euro dotierte 2. Preis ging an den Italiener Ruben Micieli. Den 3. Preis (5.000 Euro) gewann der griechische Pianist Grigoris Ioannou. Der Publikumspreis im Wert von 1.000 Euro ging ebenfalls an Yashkin. Micieli wurde außerdem mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation der h-Moll-Sonate von Franz Liszt ausgezeichnet.

Ein weiterer mit 1.000 Euro dotierter Sonderpreis ging an Tamta Magradze aus Georgien. Während eines Klavierabends im Bayreuther Steingraeber-Rokokosaal wurde eine 1.500 Euro-Konzertgage an Maria Khokhlova aus Russland vergeben. Ein weiterer Sonderpreis in Höhe von 500 Euro für die beste Interpretation eines Debussy-Werkes ging an Yoshito Kitabata aus Japan. Ein Stipendium für ein Semester an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar erhielt Viktoria Baskakova aus Russland.

Der 1998 geborene Russe Anton Yashkin besuchte zunächst als Jungstudent die Central Music School des Konservatoriums Peter I. Tschaikowsky in Moskau, bevor er dort vor zwei Jahren ein reguläres Studium aufnahm. Neben dem Klavierspiel ist er auch Schach- und Technikbegeistert. 2017 nahm Anton Yashkin an Klavierwettbewerben in Spanien und Lettland teil und gewann beim Jazep Vitola-Wettbewerb in Riga den 2. Preis. Erste Orchestererfahrungen sammelte er mit dem Philharmonischen Orchester St. Petersburg und dem National Baltic Orchestra.

Ruben Micieli debütierte als 13-Jähriger mit Solo-Rezitals und gewann bereits mehrere 1. Preise bei Wettbewerben. Geboren 1997 in Ragusa (Italien), lernt er seit 2006 unter den Fittichen von Prof. Giovanni Cultrera am Istituto Superiore di Studi Musicali Vincenzo Bellini in Catania, momentan noch im Master. Micieli spielte schon europaweit Solo- und Orchesterkonzerte, unter anderem in der Salle Cortot in Paris und im Teatro La Fenice in Venedig. Zuletzt gewann er im Februar den 1. Preis beim Coimbra World Piano Competition in Portugal.

Grigoris Ioannou wurde 1995 in Griechenland geboren. Konzerte und Rezitals führten ihn nach Frankreich, Großbritannien, Russland, Ungarn und  weitere europäische Länder. Er ist Absolvent des Royal College of Music in London und studiert derzeit an der Academia Internacional de Musica in Coimbra (Portugal).

Der Internationale Franz Liszt-Klavierwettbewerb wurde 1994 von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar ins Leben gerufen. Er wird in Kooperation mit der Stadt Bayreuth veranstaltet, in der die erste Runde und das Preisträgerkonzert stattfanden. Zur Jury gehörten neben der Jury-Vorsitzenden Gerlinde Otto auch Rolf-Dieter Arens (Deutschland), Aquiles delle Vigne (Belgien), Wolfgang Döberlein (Deutschland), Carsten Dürer (Deutschland), Gabriel Kwok (Hongkong), Muza Rubackyte (Litauen), Natalia Trull (Russland), Makoto Ueno (Japan) und Michael Wladkowski (Frankreich). Finanziert wird der Wettbewerb vom Freistaat Thüringen und der Stadt Bayreuth sowie der Oberfrankenstiftung, der Neuen Liszt Stiftung und der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne Bayreuth.


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