Magazin: Nachrichten

Elbphilharmonie-Flügel als Sonder-Edition

Klavierbauer Steinway & Sons bringt limitierte Instrumentserie auf den Markt

Der Klavierbauer Steinway & Sons hat in Zusammenarbeit mit der Hamburger Elbphilharmonie eine neue Flügel-Edition auf den Markt gebracht. Die Reihe ist auf acht Instrumente des Modells B-211 limitiert und orientiert sich optisch am Design des Hamburger Konzerthauses. Das Notenpult der Flügel ist in Form der Silhouette der Elbphilharmonie gehalten, das Punkteraster der Fassade wurde auf dem Innendeckel der Instrumente von dem Airbrush-Künstler Thorsten Boehm interpretiert. Selbst der Stoffbezug des Klavierhockers stimmt mit dem der Sitze in der Elbphilharmonie überein, die üblicherweise in goldenen Gussplatten und Beschläge sind bei den Flügeln in Silber gehalten. In den Instrumenten stecken rund 12.000 Einzelteile und ein Jahr Arbeit durch professionelle Klavierbauer. Zusätzlich sind fünf der acht Instrumente mit dem Selbstspielsystem "Spirio" ausgestattet, das Interpretationen weltbekannter Pianisten in den heimischen Räumen simuliert.

Jeder der Flügel steht unter der Patenschaft eines bekannten Pianisten: Lucas & Arthur Jussen, Igor Levit, Jan Lisiecki, Brad Mehldau, Daniil Trifonov, Mitsuko Uchida, Anna Vinnitskaya und Yuja Wang stehen mit ihren klangvollen Namen hinter dem Projekt. Die solventen Käufer erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, den jeweiligen Paten ihres Flügels zu treffen. Die Instrumente wurden Mitte Oktober in der Elbphilharmonie vor über 350 Gästen enthüllt. Brad Mehldau spielte anläßlich der Vorstellung der Instrumente auf dem ihm gewidmeten Flügel.

Ausgelegt ist das Projekt auf Privatkäufer. Ein Instrument ohne "Spirio" kostet 135.000 Euro, eines mit dem selbstspielenden System ist für 159.000 Euro zu haben. Pro verkauften Flügel werden 20.000 Euro an die Stiftung Elbphilharmonie gespendet, welche die musikalische Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und Familien unterstützt.

Steinway & Sons ist insbesondere für seine Flügel und Klaviere bekannt. Das Unternehmen wurde 1853 von Heinrich Engelhard Steinweg in New York gegründet, das Werk in Hamburg-Bahrenfeld besteht seit 1880. Zuletzt eröffnete Steinway 2017 unweit der Hamburger Elbphilharmonie einen repräsentativen Laden in der HafenCity.

Die Hamburger Elbphilharmonie wurde im Januar 2017 eröffnet. Der große Konzertsaal bietet Platz für 2.100 Zuschauer, der kleine Saal hat 550 Plätze, das Kaistudio fasst 170 Besucher. Der Konzertsaal weist eine weinbergartige Anlage (ähnlich der Berliner Philharmonie) auf und ist mit einer sogenannten "Weißen Haut" ausgekleidet. Die sogenannten Plaza, die kostenlos zugängliche Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, wurde bislang von mehreren Millionen Menschen besucht. Die Bauarbeiten der Elbphilharmonie wurden jahrelang von zahlreichen Querelen begleitet und in deren Folge zum Teil komplett unterbrochen. Zudem erhöhten sich die Kosten, die von der Stadt ursprünglich mit 77 Millionen Euro veranschlagt worden waren, auf rund 790 Millionen Euro. Fragen der Verantwortlichkeit für die Kostenexplosion wurden vor einem von der Hamburgischen Bürgerschaft eingesetzten Untersuchungsausschuss verhandelt, gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen der Baufirma und der Stadt verzögerten den Bau mehrmals.


Weitere Klavier-Meldungen:

Video der Woche:

Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

Unser Service:

 Schriftgröße   + / - 

Drucker Seite drucken

RSS RSS


Anzeige

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte)

Class aktuell (4/2018) herunterladen (2986 KByte)