Magazin: Nachrichten

Leila Josefowicz erhält Avery Fisher Prize

Auszeichnung ist mit 100.000 US-Dollar dotiert

Die kanadische Violinistin Leila Josefowicz wurde mit dem Avery Fisher Preis ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 100.000 US-Dollar, knapp 87.000 Euro, dotiert. Die Künstlerin setzt sich u.a. sehr für die Verbreitung zeitgenössicher klassischer Musik ein.

Leila Josefowicz wurde am 20. Oktober 1977 in Mississauga geboren, zog jedoch kurz nach der Geburt nach Kalifornien. Dort erhielt sie ab dem Alter von drei Jahren Geigenunterricht. Zu ihren Lehrern gehörten im Kindesalter Idel Low und Robert Lipsett. Sie trat früh bei Galas und Partys auf, bevor ein Fernsehauftritt sie mit 10 Jahren landesweit bekannt machte. Der Auftritt bei NBC vor Ronald Reagan und Andrew Lloyd Webber verschaffte ihr einen Management-Vertrag bei IMG. Anfang der 1990er Jahre zog die Familie nach Philadelphia, damit Leila Josefowicz am Curtis Institute of Music studieren konnte. 1994 debütierte sie in der Carnegie Hall unter Sir Neville Marriner. Seither trat sie mit internationalen Orchestern auf, darunter das New York Philharmonic Orchestra, das Boston Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Concertgebouw-Orchester, das Gewandhaushorchester Leipzig, das Deutsche Symphonieorchester Berlin, die Bamberger Symphoniker und die Wiener Symphoniker. Außerdem verfassten Komponisten wie Esa-Pekka Salonen, John Adams oder Colin Matthews Violinkonzerte für Josefowicz. Eine Aufnahme eines Salonen-Stückes gemeinsam mit dem Finnish Radio Symphonie Orchestra wurde 2014 für einen Grammy Award nominiert. Zu den von Leila Josefowicz gewonnenen Auszeichnungen gehören der Avery Fisher Career Grant 1994 und der MacArthur Fellow 2007.

Der Avery Fisher Prize wird seit 1974 an amerikanische Instrumentalisten aus dem Bereich der klassischen Musik vergeben. Gestiftet von Avery Fisher ist die Auszeichnung momentan mit einem Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar dotiert. Der jährlich verliehene Preis wurde im Laufe seiner Geschichte auch erstaunlich oft nicht vergeben. Zu den Preisträgern gehören unter anderem Murray Perahia (1975), Yo-Yo Ma (1978), Yefim Bronfman (1991) und das Emerson String Quartet (2004).


Weitere Klavier-Meldungen:

Video der Woche:

Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

Unser Service:

 Schriftgröße   + / - 

Drucker Seite drucken

RSS RSS


Anzeige

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte)

Class aktuell (4/2018) herunterladen (2986 KByte)