Magazin: Nachrichten

Hamburg ehrt Pianistin Martha Argerich

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt

Die Pianistin Martha Argerich ist von Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Kultursenator Dr. Carsten Brosda im Rathaus empfangen worden und hat sich in das Goldene Buch der Stadt Hamburg eingetragen. Mit ihrem erstmalig in der Laeiszhalle stattfindenden Festival möchte Martha Argerich, zusammen mit den Symphonikern Hamburg und deren Intendanten Daniel Kühnel, die Tradition des von ihr gegründeten Musikfestivals „Progetto Martha Argerich“ in Lugano aufnehmen. Dabei greift sie zurück auf Freunde und Wegbegleiter, wie Daniel Barenboim, Ivry Gitlis und Mischa Maisky. Ebenfalls dabei sind Barenboims Sohn, der Bratschist Michael Barenboim und der Bariton Thomas Hampson. Sie alle kommen auf Einladung von Martha Argerich, die mit 17 Jahren das erste Mal in der Laeiszhalle spielte und seitdem eine enge künstlerische und persönliche Verbindung mit den Symphonikern Hamburg und der Stadt pflegt.

Martha Argerich wurde am 5. Juni 1941 in Argentinien geboren. Bereits mit drei Jahren erhielt sie Unterricht bei Vicente Scaramuzza und debütierte mit acht Jahren mit einer Aufführung von Beethovens 1. Klavierkonzert. Im Jahr 1955 zog sie mit ihrer Familie nach Europa, wo sie ihr Studium bei Friedrich Gulda in Wien fortsetzte. Von 1957 bis 1964 zog sie sich aus dem Konzertbetrieb zurück, erst ihr Lehrer Stefan Askenase konnte sie wieder zu Auftritten bewegen. Bekannt wurde sie vor allem durch den Gewinn des Internationalen Chopin-Wettbewerbs 1965. Neben ihrer Tätigkeit als Solistin ist Argerich außerdem in der Förderung junger Talente und als Wettbewerbsjurorin engagiert. Seit 2004 konzentriert sie sich vor allem auf Kammermusik, zudem tritt sie seit einiger Zeit nicht mehr allein im Rahmen eines Klavierabends auf. Stattdessen arbeitet sie mit Musikern wie Nelson Freire, Gabriela Montero, Gidon Kremer, Mischa Maisky und ihrer langjährigen Duo-Partnerin Lilya Zilberstein zusammen. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählt unter anderem der hochdotierte "Praemium Imperiale" 2005.


Weitere Klavier-Meldungen:

Video der Woche:

Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

Unser Service:

 Schriftgröße   + / - 

Drucker Seite drucken

RSS RSS


Anzeige

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte)

Class aktuell (4/2018) herunterladen (2986 KByte)