Magazin: CD-Kritiken
Mozart: Piano Concertos No. 9 & 17

Details zu Mozart: Piano Concertos No. 9 & 17: Alon Goldstein, Fine Arts Quartet

Mozart: Piano Concertos No. 9 & 17: Alon Goldstein, Fine Arts Quartet

Zusammenklang der Gegensätze

Mozarts Klavierkonzerte für Klavier und Quartett: Die Interpreten sind gut aufeinander abgestimmt.

Der Pianist Alon Goldstein und das Fine Art Quartett führen die klanglichen Gegensätze zusammen. Das Fine Art Quartett gehört zu den international erfolgreichsten Streichquartetten unserer Zeit. Der Musiker Alon Goldstein kooperierte mit vielen Orchestern zum Beispiel in Israel und Frankreich. Ebenso ist der Kontrabassist Alexander Bickard als Solist und Mitspieler in der Kammer- und Orchestermusik bekannt. Nicht weniger talentiert waren auch Mozarts Klavierschülerinnen. Das Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur KV 271 'Jeunehomme' und das Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart für Klavierschülerinnen. Das Konzert KV 453 ist erstmals im Jahr 1784 aufgeführt worden.

Das Es-Dur-Konzert erklingt durch den Vortrag des Quartetts sehr sanft, zart und akkurat. Dadurch, dass es hier von keinem Orchester, sondern von einem Streichquartett gespielt wird, wirkt der Klang viel klarer und gemütlicher bei derselben Klangfülle, die man mit einem Orchester vergleichen kann. Das Klavierspiel erklingt sanglich. Jedoch hört man bei dem Pianisten teilweise die ‚Tastenschläge‘ heraus. Das Zusammenspiel des Pianisten mit dem Quartett ist sehr harmonisch. Der Klang beider Akteure ist sehr gut aufeinander abgestimmt. Zum Schluss des 'Allegro' überzieht der Pianist teilweise das ‚Poetische‘ durch ein ausgedehntes Ritardando dort, wo es nicht nötig gewesen wäre. Am Anfang des 'Andantino' ist das Klavierspiel etwas leiser im Zusammenspiel mit dem Quartett, wodurch es für den Hörer schwieriger wahrzunehmen ist – hier könnte das Spiel des Pianisten etwas lauterr sein. In den Solo-Passagen des Solisten ist jeder Ton klar herauszuhören. Manchmal bekommt man als Hörer den Eindruck, dass das Klavierspiel bei langen Passagen auf der Stelle steht, weil Goldstein die innere Dynamik nicht deutlich genug herausarbeitet.

Die Streicher beginnen das Konzert KV 453 sehr homophon. Gleichzeitig werden imitatorische Einsätze exakt ausgeführt. Der Pianist spielt jedoch am Anfang manche Töne nicht durch. Auch in diesem Konzert ist das Zusammenspiel des Klavierspielers mit dem Quartett im Einklang. Fließende Übergänge und die dynamische Entwicklung sind gut gelungen. Im 'Andante' spielt das Solo viel sanglicher und weicher. Doch verliert es durch die getrennte Spielweise ‚non legato‘ an Sanglichkeit. Das „Allegretto“ klingt verspielt. Dadurch kommt der Kontrast der Klanglichkeit des Klaviers und der Streicher besser zum Ausdruck. Bei schnellen Passagen wirkt das Spiel jedes Musikinstruments etwas hektisch. Aber dafür ist der Klang ganz deutlich. Insgesamt bekommt der Hörer eine erzählende Spielweise demonstriert, wodurch er durch das Werk geführt wird.


Anastasia Eckert, 21.05.2021

Label: Naxos
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