Magazin: CD-Kritiken
Ravel & Chausson

Details zu Ravel & Chausson: Trio Machiavelli

Ravel & Chausson: Trio Machiavelli

Fesselnde Präsenz

Claire Huangci zeigt sich von ihrer kammermusikalischen Seite.

Diverse Preise gewonnen hat Claire Huangci als Pianistin, darunter den renommierten 'Concours Géza Anda' im Jahr 2018. Ihre sämtlichen Alben – gerade erst die Veröffentlichung von Bach-Toccaten – sind mit viel Lob bedacht worden. Am Herzen liegt ihr aber auch die Kammermusik, beim Kammermusikfestival des ARD-Wettbewerbs lernte sie den Cellisten Tristan Cornut und die Geigerin Solenne Païdassi, beide aus Frankreich stammend, kennen. Aus dieser Bekanntschaft heraus entstand das Trio Machiavelli, den Bratschisten Adrien Boisseau haben sie (als ehemaliges Mitglied des Quatour Ébène bis 2017) für ihre erste CD mit ins Boot geholt, für das Klavierquartett von Ernest Chausson (1855-1899) brauchten sie zahlenmäßige Verstärkung.

Eine kammermusikalische Rarität beleuchten sie damit – und das lohnt sich: Mit expressivem Temperament und geschliffener Konversation hat das Zusammenspiel der vier von Anfang an fesselnde Präsenz, ein echtes ‚Highlight‘ ist das wunderbar lyrische Thema des zweiten Satzes ('Très calme'). Ungleich bekannter ist Ravels a-Moll-Trio op. Dessen impressionistischen Farbreichtum erfasst die Formation in all seinen klanglichen Facetten, dabei erweisen sich die Musiker nicht nur als technisch ungemein versiert, auch keine dynamische und agogische Nuance bleibt verborgen. Wie bei Chausson herrschen auch hier stets Klarheit in der Artikulation und intensive Emotionen. Bleibt zu hoffen, dass weitere Alben dieser Formation folgen.


Thomas Gehrig, 14.12.2021

Label: Berlin Classics
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