Magazin: CD-Kritiken
Le Chevalier Malheur

Details zu Le Chevalier Malheur: Karola Pavone, Boris Radulović

Le Chevalier Malheur: Karola Pavone, Boris Radulović

Nicht ganz ausgewogen

Die Tontechnik beeinträchtigt etwas eine durchaus stimmungsstarke Auswahl an Verlaine-Vertonungen.

Kaum echte Programmraritäten finden sich in dieser Sammlung von Verlaine-Vertonungen – neben den üblichen französischen Komponisten gibt es aber auch Louis Vierne, Gabriel Dupont oder Rita Strohl zu entdecken, noch spannender aber den Amerikaner Charles Martin Loeffler, dessen zwei Beiträge mit Bratschensolo (Amélie Legrand) zusätzliche Farben beitragen. Insgesamt bleibt aber die Abenteuerlust überschaubar – kein Frederick Delius, kein Bruno Maderna, André Mathieu oder Arthur Honegger. Edgar Varèses 'Un grand sommeil noir' hätte eine entsprechende Tür öffnen können.

Karola Pavone verfügt über feinen, ausdrucksfähigen lyrischen Sopran, dem es bloß ein wenig an eigener Farbe mangelt. An vielen Stellen sind die Instrumente, vor allem der Flügel (Boris Radulovic) zu laut der Singstimme gegenüber: Keine Glanzleistung des Tonmeisters, der die beiden Interpreten von ‚Das LiedDuo‘ (so nennen sich Pavone/Radulovic auch großspurig) nicht gleichwertig präsentiert.


Dr. Jürgen Schaarwächter, 06.05.2021

Label: Coviello Classics
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Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

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