Magazin: CD-Kritiken
Aus leuchtender Romantik in dunkle Zeit

Details zu Aus leuchtender Romantik in dunkle Zeit: Liederzyklen und Kammermusik

Aus leuchtender Romantik in dunkle Zeit: Liederzyklen und Kammermusik

Schilflieder im japanischen Frühling

Die Doppel-CD 'Aus leuchtender Romantik in dunkle Zeit' macht neugierig auf unbekannte Liederzyklen und Kammermusik.

Die CD-Kassette mit dem prägnanten Titel 'Aus leuchtender Romantik in dunkle Zeit' gleicht einem Schatzkästlein. Sie ist prall gefüllt mit Ersteinspielungen von Liederzyklen und Kammermusiken, die zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und 1937 entstanden und von heute nahezu vergessenen Komponisten stammen: Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern (1859-1949), der Vetter von Ludwig II., war ein angesehener Gynäkologe mit Hang zum Künstlertum; Arnold Winternitz (1874-1928) gehörte zum Kreis um Schönberg, ohne ein Neutöner zu sein; Casimir von Pászthory (1886-1966), auch als Cellist und Pädagoge anerkannt, hinterließ ein vielgestaltiges Œuvre, auf dem allerdings heute der Schatten seiner NSDAP-Mitgliedschaft liegt.

Alle Kompositionen, ob vokal oder instrumental, sind vorwiegend noch in der Spätromantik verwurzelt und von avantgardistischen Strömungen kaum beeinflusst. Der Sopranistin Rebecca Broberg liegen die lyrischen Nummern deutlich besser als die dramatischen, bei denen stimmliche Grenzen unüberhörbar sind. Hans-Georg Priese ist vorwiegend im schweren Tenorfach zu Hause, hat sich aber die notwendige Flexibilität für den Liedgesang erhalten. Als Stütze der Aufnahme fungiert der Pianist Rainer Klaas. Er ist gleichermaßen sensibler Begleiter, famoser Solist und im Duo mit dem Cellisten Bernhard Schwarz erstrangiger Kammermusiker.

 

 

 

 

 

 


Karin Coper, 06.03.2021

Label: Thorofon
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Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

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