Magazin: CD-Kritiken
Kaleidoscope

Details zu Kaleidoscope: Shin-Heae Kang, Klavier

Kaleidoscope: Shin-Heae Kang, Klavier

Virtuoses Leuchten

Shin-Heae Kang mit starker Liszt-Performance.

Keine Geringere als die ‚Grande Dame‘ Martha Argerich stellte der koreanischen Pianistin Shin-Heae Kang ein überaus wohlwollendes Zeugnis aus. Weshalb, kann man auf dieser CD hören, die ausschließlich Werken von Franz Liszt gewidmet ist. Selbst bei allseits bekannten, inflationär aufgenommenen ‚Klassik-Hits‘ wie dem 'Liebestraum' Nr. 3 As-Dur und der 'Consolation' Nr. 3 hört man da von den ersten Takten an gebannt zu, so expressiv und dynamisch abgestuft spielt Kang diese Dauerbrenner.

Makellose Technik benötigt man für die 'Six Grandes Études de Paganini', dass Kang darüber verfügt, zeigt sich schon in der ersten ('Il tremolo'). Souverän meistert sie diese Komponente bei gleichzeitig transparenter Klangschichtung und bestens dosiertem Pedalgebrauch. Mächtige Unisono-Passagen, in denen sie sich vor energischem Zugriff nicht scheut, kommen ebenso überzeugend zur Geltung wie virtuos leuchtende Diskant-Farben. Zu Bekanntheit gebracht hat es vor allem 'La campanella', auch hier haucht Kang dem oft als pures Bravour-Encore abgetanen Stück, namentlich in den langgezogenen Triller-Figuren und dicht gedrängten Akkordfolgen, pulsierendes Leben ein. Thema und Variationen (Nr. 6) modelliert sie kontrastreich. Mit klangsensiblem Tiefgang und gestalterischer Übersicht versenkt sie sich in den groß dimensionierten, meditativen Zustand von 'Après une lecture de Dante'. Obendrein gelingt verleiht sie der 'Rhapsodie Espagnole' zündendes, funkensprühendes Temperament.


Thomas Gehrig, 09.07.2021

Label: OehmsClassics
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Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

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