Magazin: CD-Kritiken
Moniuszko, Stanislaw: String Quartets 1 & 2

Details zu Moniuszko, Stanislaw: String Quartets 1 & 2: Plawner Quintet

Moniuszko, Stanislaw: String Quartets 1 & 2: Plawner Quintet

Getrennte Generationen

Das Plawner Quintett stellt zwei Generationen polnischer Musikentwicklung des 19. Jahrhunderts vorteilhaft vor.

Durch die Schriftgröße auf dem CD-Cover sollte man sich nicht in die Irre führen lassen – die beiden Streichquartette d-Moll und F-Dur von Stanis?aw Moniuszko (beide mehr oder weniger kurz vor 1840 entstanden) sind keineswegs wesentlicher als das Klavierquintett g-Moll op. 34 (1885) des nur 31-jährig frühverstorbenen Juliusz Zar?bski, ein gut halbstündiger schwerer Brocken, um den sich auch Martha Argerich verdient gemacht hat. So sind wir hier also in zwei ganz unterschiedlichen Generationen polnischer Musik – während Zar?bski gerne als wichtiger Vorläufer Szymanowskis angesehen wird, gilt Moniuszko, der anders als Chopin zeitlebens in Polen blieb, als einer der Väter der polnischen Musik überhaupt gilt.

Das Plawner Quintett, das die Klavierquintettbesetzung im Namen mitführt, ist ein engagierter Sachwalter aller drei Werke, wobei es naturgemäß bei der späteren Komposition weit mehr Schattierungen und Farben ins Feld führen kann als die beiden (im Vergleich zu Mendelssohn oder Schumann etwa) verhältnismäßig konventionellen Streichquartetten. Der Tonmeister des Deutschlandfunk präsentiert die Musik in bestmöglicher Weise, und der kenntnisreiche Booklettext bietet eine ausführliche Werkeinführung.


Dr. Jürgen Schaarwächter, 10.07.2021

Label: cpo
Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 



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Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

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