Magazin: CD-Kritiken
Dussek, Johann Ladislav: Sonatas op.39, op.25

Details zu Dussek, Johann Ladislav: Sonatas op.39, op.25: Piet Kuijken, fortepiano

Dussek, Johann Ladislav: Sonatas op.39, op.25: Piet Kuijken, fortepiano

Formexperimente

Piet Kuijken bietet ein überzeugendes Plädoyer für Johann Ladislav Dussek.

Die Brilliant-Edition der Klaviersonaten von Johann Ladislav Dussek (1760–1812) mit insgesamt acht wechselnden Interpreten enthält die drei Sonaten op. 39 von 1799 und die D-Dur-Sonate op. 25/2 'La Matinée' aus dem Jahr 1795. Immer wieder beweist Dussek seinen Experimentiergeist in formaler Hinsicht – zwei Sonaten sind dreisätzig mit einem Rondo als Finale, eine Sonate ist zweisätzig mit einem Andante-Schlussrondo (der Kontrast zwischen langsamem Mittelsatz und ‚Rausschmeißer‘-Finale entfällt also), und einmal verkürzt er den langsamen Satz zur Einleitung zum Schlussallegro.

Wenn auch harmonisch kaum von Mozart zu unterscheiden, sind doch Dusseks Sonaten von großer Attraktivität, und hier auch mit nicht nur viel Verständnis und Feingefühl durch Piet Kuijken dargeboten (auf einem wunderbar klingenden Longman Clementi-Hammerflügel von 1798 aus der Sammlung Maene), sondern auch mit schöner Schärfung der zuspitzenden ‚Klippen‘. Ein würdiger Beitrag zur Dussek-Diskografie und ein wichtiger Beitrag zur Klaviersonatenmusik des späten 18. Jahrhunderts.


Dr. Jürgen Schaarwächter, 14.09.2019

Label: Brilliant classics , VÖ: 18.05.2018
Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 



Video der Woche:

Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

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