Magazin: CD-Kritiken
Rautavaara, Einojuhani

Details zu Rautavaara, Einojuhani: Werke für Cello und Klavier

Rautavaara, Einojuhani: Werke für Cello und Klavier

Extreme

Die Cellokammermusik des Finnen Einojuhani Rautavaara erklingt hier in vorzüglichen Einspielungen.

Wäre der Begriff nicht epochenmäßig besetzt, man würde die vorliegenden Kompositionen teilweise eindeutig ‚expressionistisch‘ nennen – so intensiv werden Emotionen und Stimmungen im Pianissimo wie im dreifachen Forte erkundet. Gleich ob Einojuhani Rautavaara (1928–2016) dodekaphone Techniken anwendet oder sich in tonalen Bereichen bewegt: Die Kompositionen zeigen klaren Eigencharakter und persönliche Note.

Die Klugheit des finnischen Komponisten ist auf der vorliegenden CD ebenso offenkundig wie der auf jeder Ebene herausragende Einsatz der beiden Musikerinnen Tanja Tetzlaff (Cello) und Gunilla Süssmann (Klavier). Da gibt es keinen Moment nachlassender Intensität und minderer musikalischer Durchdringung. Die drei Aufnahmetage in Bremen 2017 haben ein Ergebnis wie aus einem Guss ergeben, das als Visitenkarte aller Beteiligten gelten darf – auch des Tontechnikers Christoph Franke, der kaum weniger als die Musiker die Extreme der Musik auslotet. Neben den beiden Cellosonaten (aus den Jahren 1972/73 und 2001 bzw. 1991) bietet die Produktion die frühe Sonate für Cello allein (1969), die noch aus der Studienzeit stammenden zwei Präludien und Fugen (1955), eine Kammermusikfassung des Schlusses der Oper 'Aleksis Kivi' (1995/2000) sowie 'Polska. Variationen über eine Volksmelodie aus Rantasalmi' (1977) für zwei Celli und Klavier, bei denen Tetzfall sich selbst ‚doublet‘.


Dr. Jürgen Schaarwächter, 28.04.2019

Label: Ondine , VÖ: 09.02.2018
Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 



Video der Woche:

Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

Unser Service:

 Schriftgröße   + / - 

Drucker Seite drucken

RSS RSS


Anzeige

NOTE 1 - Mitteilungen (5/2019) herunterladen (2900 KByte)