Magazin: CD-Kritiken
Mozart, Franz Xaver

Details zu Mozart, Franz Xaver: Klaviermusik Vol. 4

Mozart, Franz Xaver: Klaviermusik Vol. 4

Verwandtschaftsverhältnisse

Hörbare Herzensangelegenheit in Sachen Nischenrepertoire – mit winzigen Schönheitsfehlern.

Das insgesamt überschaubare kompositorische Schaffen des jüngsten Mozart-Sohnes Franz Xaver (1791–1844) ist seit längerem keine Obskurität mehr – Interpreten wie Barbara Bonney, Howard Shelley, Cyprien Katsaris oder Yaara Tal haben ihre eigene Bekanntheit in die Waagschale geworfen, um dem Werk zu dienen. Die umfassendste Werkschau aber bietet Susanne von Laun, die in der Gesamteinspielung der Klavierwerke auch den Dialog mit Vater Wolfgang Amadé und Großvater Leopold im Blick behält.

Auf einem Brodmann-Hammerflügel (Wien 1812) kommen Intimität und Klangfarbenvielfalt der Kompositionen – fünf Variationswerken, umrahmt von dem Rondeau F-Dur op. 4 (1805) und zwei kurzen Allegretti aus dem Todesjahr – zu schöner Geltung. Laun horcht vor allem den lyrischen Momenten der Werke nach. Ihre agogische Flexibilität ist aber nicht überall der Musik rundum zuträglich. Ein besonderer Bonus ist Wolfgang Amadés Praeambulum KV deest, in dem Laun – ohne die Restriktion von Taktstrichen – den improvisatorisch notierten Notentext zu wunderbarem Leben verhilft.


Dr. Jürgen Schaarwächter, 13.11.2018

Label: Musicaphon , VÖ: 07.12.2016
Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 



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Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

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