Magazin: CD-Kritiken
Wolff, Erich

Details zu Wolff, Erich: Im Wendekreis des Goldbocks

Wolff, Erich: Im Wendekreis des Goldbocks

All die schönen Märchen sind wahr

Die Sopranistin Rebecca Bromberg entdeckt die Lieder des Spätromantikers Erich J. Wolff.

Der 1874 in Wien geborene Komponist Erich J. Wolff gehörte zum Kreis um Alexander Zemlinsky und Arnold Schönberg. Doch im Gegensatz zu den beiden war er kein Neuerer, sondern blieb der Spätromantik verpflichtet. Davon zeugen auch seine über 150 Lieder. Es sind gesanglich dankbare melodiöse Solostücke, die zwischen volkstümlicher Schlichtheit und aufrauschendem Jubelklang wechseln. Viele bedeutende Sängerinnen, wie Elena Gerhardt oder Florence Easton, nahmen sie in ihr Repertoire auf und machten sie international bekannt. In den Vereinigten Staaten, wo Wolff 1913 während einer Konzertreise unerwartet starb, waren sie bis nach dem Zweiten Weltkrieg zu hören, in seiner Heimat hingegen fielen sie schon vorher in Vergessenheit. Um ihre Wiederentdeckung hat sich die Amerikanerin Rebecca Broberg verdienst gemacht und Wolffs Liedschaffen in einer mehrteiligen Edition für das Label Thorofon eingespielt.

Die letzte Ausgabe umfasst drei Gesangszyklen, in denen sich die Sopranistin als vorzüglich gestaltende, meist präzis artikulierende Vokalistin erweist, die nur in den dramatischen und hohen Passagen bisweilen an ihre Grenzen stößt. Der Klavierpart liegt in den Händen von Rainer Klaas, der sich nicht nur als feinfühliger Begleiter erweist, sondern auch als souveräner Solist in verschiedenen Pianostücken, wie der anspruchsvollen Transkription von Wolffs 'Märchen'-Lied.


Karin Coper, 28.02.2021

Label: Thorofon , VÖ: 12.05.2016
Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 



Video der Woche:

Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

Unser Service:

 Schriftgröße   + / - 

Drucker Seite drucken

RSS RSS


Anzeigen

NOTE 1 - Mitteilungen (4/2021) herunterladen (2500 KByte)