Magazin: CD-Kritiken
Bach Inspirations

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Bach Inspirations: Werke von Bach, Liszt, Franck, u.a.

Jugendliche Reife

Überzeugendes Bach-Debüt eines jungen Niederländers.

Muss sich jeder junge Pianist mit einer ambitionierten Platte seinem zukünftigen Publikum stellen? In diesem Fall unbedingt. Der Niederländer Hannes Minnaar hat die Bach-Rezeption des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts in den Fokus genommen und überzeugt durch feine Anschlagsnuancen, perlende Geläufigkeit, klugen Pedaleinsatz und Verzicht auf pianistisches ‚Dreschen‘. Ob Bach-Transkriptionen von Liszt, Busoni, Rachmaninov, Harald Bauer, Ralph Vaughan Williams oder Percy Grainger oder Originalkompositionen von César Franck ('Prélude, Choral et Fugue'), Franz Liszt ('Fantasie und Fuge über BACH', 2. Fassung) – Minnaars Spiel zeugt von tiefem Verständnis für Bach wie für die Bearbeiter. Er nimmt die Werke nicht als Rohmaterial zur Selbstbespiegelung, sondern ordnet sich unter, überzeugt ganz besonders in den Mezzopiano-, Piano-, Meno-Piano-, Pianissimo- und weiteren Passagen, die Feingefühl erfordern. Wie klug er selbst Oktavläufe umzusetzen weiß, zeugt von der großen künstlerischen Reife des ehemaligen Preisträgers des Reine-Elisabeth-Wettbewerbs. Wollen wir hoffen, dass die ‚Major Labels‘ aufhorchen und dem jungen Mann die Chance zur reichen Entfaltung bieten. Die Aufnahmetechnik transportiert Minnaars Fähigkeiten auf das Glücklichste.


Dr. Jürgen Schaarwächter, 17.10.2018

Label: Cobra Records , VÖ: 11.10.2013
Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 



Video der Woche:

Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

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