Magazin: CD-Kritiken
Mahler, Gustav

Details zu Mahler, Gustav: Symphonie Nr. 2

Mahler, Gustav: Symphonie Nr. 2

Auch auf dem Klavier idiomatisch

Mit viel Klangfantasie und perfektem Zusammenspiel erkunden Maasa Nakazawa und Suhrud Athavale hier Mahlers vokalsymphonisches Monumentalwerk - in einer Klavier-Fassung des jungen Bruno Walter (eine Welt-Premiere).

Vierhändige Klavierauszüge gehörten vor und in den frühen Zeiten der ersten Klangaufzeichnungen wesentlich zur medialen Verbreitung musikalischer Literatur jenseits von Konzertsaal oder Opernhaus. Bruno Walters Einrichtung der 'Auferstehungssymphonie' seines Mentors Gustav Mahler von 1898 wurde acht Jahre später auch in die Mahler-Ausgaben der Wiener Universal-Edition übernommen und weist wirklich ein hinreichendes Spektrum des Orchestersatzes auf. Was hinzukommen muss, ist ein Gespür der Ausführenden für die Satz-Dramaturgien im Ganzen und die punktuellen Idiome, Tempo- und Klangvorstellung aus pianistischer Sicht.

Die beiden Absolventen der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst, Maasa Nakazawa und Suhrud Athavale, bringen das in überraschend und begeisternd hohem Maße mit: Man ist erstaunt, wie gut das nur mit Klavierklängen klappt, wie ‚orchestral‘ abgestimmt, technisch und klanglich nahezu perfekt die beiden Interpreten, die symphonische Tradition sicher im Ohr und eine exzellente Aufnahmetechnik im Rücken, hier agieren. Mahler kennenlernen aus einer neuen Perspektive! Natürlich wird im Wunderhorn-Lied und im Finale nicht laut mitgesungen (das bliebe dem Hörer überlassen...).


Dr. Hartmut Hein, 08.08.2020

Label: Naxos , VÖ: 29.01.2016
Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 



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Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

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