Magazin: CD-Kritiken
Schubert, Franz

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Schubert, Franz: Lieder

Schubert & Schulze

Christoph Prégardien singt Schulze-Lieder von Schubert: zum Verzücken.

Mit schöner Konstanz legt Christoph Prégardien ein Schubert-Album nach dem anderen vor und zeigt so, dass er mit seinem lyrischen Tenor nach wie vor zu den führenden Liedsängern auf diesem Gebiet zählt. Vorliegende hybride SACD entstand gemeinsam mit dem englischen Pianisten Julius Drake. Das umfangreiche Programm der über 70 Minuten langen Einspielung weist zwei Teile auf. Der erste besteht aus Schuberts eigener Auswahl von neun Gedichten aus dem 'Poetischem Tagebuch' des deutschen Dichters Ernst Conrad Friedrich Schulze, während der zweite eine Auswahl unter anderem aus drei Rückert-Liedern und einigen anderen Dichtern (Schlegel, Collin, Schlechta, Craigher, Leitner) darstellt. Im Mehrkanal-Modus dringt Prégardiens Vortrag hauptsächlich aus dem Center-Lautprecher, während das Klavier sich auf den gesamten Klangraum verteilt und so einschmeichelnd präsent ist, fast noch präsenter als der Gesang.

Auch wenn die lauten Einzeltöne in der Höhe mittlerweile leichte Altersspuren aufweisen, ist Prégardiens Vortrag doch weiter von unerreichter psychologischer Feinfühligkeit und flexibler Diktion geprägt, sodass man den qualitativ schwankenden Texten bei Schulze verzückt lauscht. Dies zumal bis auf 'Im Frühling' die Schulze-Lieder weniger bekannt sind als etwa Rückerts 'Du bist die Ruh' oder 'Dass sie hier gewesen'. Drakes überaus lebendige Begleitung trägt zum Gelingen bei.


Dr. Aron Sayed, 03.11.2018

Label: Challenge Classics , VÖ: 20.11.2015
Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 



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Rubinstein spielt Chopin - Etude As-dur op.25 Nr 1

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