Magazin: CD-Kritiken
Penard, Olivier

Details zu Penard, Olivier: Chroniques und andere Kammermusikwerke

Penard, Olivier: Chroniques und andere Kammermusikwerke

Postmodern

Keine weltbewegend neue Sichten auf Musik, aber ehrliche und engagierte Interpretationen.

Den Stil des 1974 geborenen Franzosen Olivier Penard darf man anhand der hier vorliegenden vier Werke wohl als vornehmlich postmodern-eklektisch bezeichnen. Da ist viel Pointillismus, Minimalismus, stark erweiterte Tonalität, ein Touch Jazz. Eine formelle Kompositionsausbildung hat er nicht durchlaufen, und so mangelt es seinen Kompositionen gelegentlich an formaler Dichte – so apart die einzelnen Sätze der sieben 'Chroniques' op. 30 für Klavier, des 'Polyptique dit ‚du diamant‘' op. 28 für Streichquartett, 'Charade' op. 29 (über ein Thema von Henri Dutilleux) für Cello und Akkordeon sowie 'Artefact' op. 11 für Klarinette, Violine, Cello und Klavier sein mögen.

In den Pianisten Dana Ciocarlie und Jonas Vitaud, dem Akkordeonisten Philippe Bourlois, dem Klarinettisten Jean-Marc Fessard und dem Quatuor Debussy hat er Interpreten zur Hand, die sich für die Musik gehörig ins Zeug legen und auch etwaige Schwächen zu überspielen versuchen. Am originellsten ist fraglos 'Charade' mit aparten Klangkombinationen, auch wenn auch hier Penards Traditionsgebundenheit und auch seine Nähe zur französischen populären Musik ausgesprochen stark sind. Wem es nicht immer um die Neuerfindung des Rades geht, wer nicht immer Tiefgründigstes erwartet, der kann an Penards Klavier- und Kammermusik seine Freude haben.


Dr. Jürgen Schaarwächter, 24.02.2019

Label: DUX , VÖ: 01.04.2016
Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 



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